m Jahre 784, als Karl der Große Lügde besuchte, wird das Dorf in den Jahresbüchern des fränkischen Königreiches das erste Mal schriftlich erwähnt. [Siehe auch unter: Frühgeschichte]
Karl der Große feierte sein erstes Weihnachten in Sachsen in der Villa Luihidi in Lügde, und später wurde hier die erste Kirche errichtet, die je in Sachsen gebaut wurde.
Im 12. Jahrhundert wurde die Kirche neu erbaut, sie steht heute noch und heißt Kilianskirche.
1246 erhielt Lügde die Stadtrechte und gehörte bis 1668 zum Herrschaftsgebiet der Grafschaft Pyrmont. Danach fiel die Stadt unter die Regentschaft der Diozöse Paderborn. [Siehe auch unter: Moderne Geschichte für Beispiele dafür, wie der Bischof von Paderborn in die Angelegenheiten der Stadt eingriff]
Im Laufe der Jahrhunderte haben einige Feuersbrünste Teile der Stadt zerstört. Der letzte große Brand war 1797. Nur wenige der ursprünglichen Gebäude haben die Brandkatastrophe überstanden. Ihr Wiederaufbau in der traditionellen Fachwerkbauweise geben Lügde noch heute ihr charakteristisches Erscheinungsbild.
Die Stadtmauern, ihre Wehranlagen und Türme, die vom Feuer verschont blieben, zeigen bis heute den ursprünglichen Grundriß Lügdes und sind ein seltenes Beispiel für mittelalterliche Stadtplanung- und gestaltung.
Durch private Initiativen und mithilfe öffentlicher Gelder ist das historische Stadtbild von Lügde erhalten worden, und die Besucher können die liebevoll herausgeputzten Häuser nur bewundern. Ein Stadtrundgang sollte einen Besuch im Heimatmuseum einschließen, in dem eine Dauerausstellung über Lügdes Geschichte und das damalige Leben in der mittelalterlichen Stadt zu sehen ist.
Lügde bietet mit seiner Verbindung von Stadt, Landschaft und Menschen viele Möglichkeiten, um zu entspannen, neue Energien aufzutanken und sich an einer noch intakten Natur zu erfreuen: das malerische Tal der Emmer, saftige Wiesen, Wälder und eine seltene Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren.
(Photographien und frei wiedergegebene Textpassagen aus der
Touristeninformation der Stadt Lügde)